Heißer, trockener, feuchter

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Glaubt man dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist der Klimawandel längst da. Allein für Sturmschäden soll sich die Schadenssumme verdrei­fachen. Sturm Kyrill kostete die Versicherer 2007 »nur« 2,4 Milliarden Euro.

Überschwemmungen und Sturzfluten sollen sich bis Ende des Jahrhunderts verdoppeln. Winterstürme werden besonders in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Teilen Nieder­sachsens bis 2100 zunehmen. 60 Prozent mehr Sommergewitter mit Starkregen und Hagelschlag werden bis 2070 erwartet, insbesondere im Osten Deutschlands. Überschwemmungen und Sturzfluten sollen sich bis Ende des Jahrhunderts verdoppeln. Winterstürme werden besonders in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Teilen Nieder­sachsens bis 2100 zunehmen. 60 Prozent mehr Sommergewitter mit Starkregen und Hagelschlag werden bis 2070 erwartet, insbesondere im Osten Deutschlands.

Klimawandel als städtebauliche Herausforderung

Bund, Länder und Kommunen arbeiten daran, 40 Prozent weniger Treibhausgase zu emittieren – bis 2020. Gleichzeitig suchen sie nach städtebaulichen Lösungen, um extremen Wetterphänomenen zu begegnen. Im Kooperationsprojekt »KlimaWohl« der Stadt Hannover hat Gundlach das Pilotprojekt Hilligenwöhren für »ökologisches, klima­angepasstes Bauen der Zukunft« gestartet. Es soll extreme Sommer, starke Niederschläge, Dürreperioden und Stürme berücksichtigen. Abkühlungsfähige Baumaterialien, Wärmeschutz, Gebäudeausrichtung, Sonnenschutz, Verschattung, Speichermasse, Dachgestaltung, Kalt- und Frischluftschneisen, Biotope und Artenschutz sind Grundlage der Planung. Ziel ist ein übertragbares Modell als Vorbild für Neubau und Bestandsentwicklung – auch für andere Kommunen. Das nächste Unwetter kommt bestimmt.