Wie geht´s dem deutschen Wald? | Aus dem Gundlach-Ökoteam by Anja

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Die jährliche Durchschnittstemperatur steigt stetig und die Niederschläge werden immer weniger. Diese Beobachtung machen Förster bereits seit über 100 Jahren und auch schon früh wurde die Monokultur kritisiert.

Weltweit schwinden die Waldflächen

Nur noch 20 Prozent unserer Ur-Waldflächen sind noch erhalten. In Niedersachsen sind schon 10.000 Hektar von 1,2 Mio. Hektar verloren.

 

Wieso ist das so?

Unsere Wälder bestehen seit dem 18. Jahrhundert aus Monokulturen. Meist bestehen sie aus Fichten (28%) und aus Kiefern (23%). Diese sind für die industrielle Weiterverarbeitung am Ertragreichsten. Erst an dritter Stelle steht mit 15 Prozent die einheimische Rotbuche. Ursprünglich waren unsere Wälder mit 40 einheimischen Baumarten bewaldet, davon nur 7 Nadelbaumarten. Letztere gedeihen sehr gut in nördlicheren Breiten, wo das Klima rau und kälter ist.

Was hat der Klimawandel damit zu tun?

Die jährliche Durchschnittstemperatur steigt stetig und die Niederschläge werden immer weniger. Diese Beobachtung machen Förster bereits seit über 100 Jahren und auch schon früh wurde die Monokultur kritisiert. Monokulturen in Verbindung mit der Klimaveränderung sind anfällig für Schädlinge insbesondere Borkenkäfer, sie halten Sturmschäden weniger Stand und in ihnen lebt nur noch eine geringere Artenvielfalt. Monokulturen sind nicht mehr fähig, sich an den Klimawandel anzupassen, wozu ein ursprünglicher Mischwald in der Lage wäre.  

Welche Folgen bringt das sonst noch mit sich?

So sterben unsere Bäume und wir müssen mehr fällen als eigentlich Bedarf an Holz herrscht. Als Folge sinkt der Holzpreis. Kostete sogenanntes Käferholz (hier: Fichte) in 2017 noch 80-90 Euro für den Festmeter, erhält der Waldbesitzer in 2020 je nach Holzqualität nur noch um die 40 Euro. Verschlimmert hat die Gesamtsituation der Winterorkan "Sabine" im Frühjahr 2020. Durch die folgende Coronakrise und dem Lockdown der Sägewerke, deren Mitarbeiter aus Polen und Rumänien stammen, die entsprechende Reisebeschränkungen hatten, konnte das (erkrankte) Holz konnte nicht mehr abtransportiert werden.

Fazit für den deutschen Wald: Wir werden uns in vielen Regionen von der Fichte zukünftig verabschieden müssen.

Was wird zur Lösung getan?

Die Waldschutzhilfe wurde 2019 auf eine Summe von insgesamt 3,8 Mio jährlich erhöht. Damit wird z. B. der Borkenkäfer mit Fallen und Lockstoffen bekämpft.
Die Landesregierung hat 2017 beschlossen, dass 10 Prozent des Waldes sich selbst überlassen wird. Durch die naturnahe Forstwirtschaft mit ökologischem Anbau, entsteht ein natürliches Dickicht mit einem eigenen Ökoklima, welches dem Klimawandel trotzen kann. Das kostet allerdings sehr viel Zeit.

Hier findet ihr einen kurzen Film dazu (Abspieldauer: 3 Minuten): Die Zukunft unserer Wälder: Die Waldvision von Greenpeace

Das Gundlach-Ökoteam

Der Klimawandel ist Realität. Klimaschutz beginnt im Kleinen, bei jedem von uns Zuhause. Was ein Unternehmen wie Gundlach dazu beitragen kann, tun wir mit vielfältigen Ansätzen. Unser Ökologie-Team (kurz: Öko-Team)  mit inzwischen 11 KollegInnen aus allen Unternehmensbereichen entwickelt regelmäßig neue Zielsetzungen zu ökologischem Handeln und trägt sie in die Abteilungen und Projekte.  Sparsamer Umgang mit Ressourcen, Abfallvermeidung und der Einsatz regenerativer Energien sind wichtige Leitlinien unseres täglichen Handelns. In aktuellen Projekten realisieren wir neue, zukunftsweisende Ideen.

Im Jahr 2050 ist unser Ziel, dass Gundlachs Wohnungsbestand insgesamt Co²-neutral sein wird.

Mehr zu Gundlachs Engagement im Bereich "Klimawandel/Ökologie" in unserem Nachhaltigkeitsbericht (ausschließlich digital ;-) ).