Zukunftswerkstatt Ihmezentrum

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Das Ihme-Zentrum – aufgegeben und verlassen? Weit gefehlt! Mancher würde Hannovers »städtebaulichen Schandfleck« lieber abreißen – aber für etwa 2.400 Bewohner ist der Komplex trotz komplett leer stehender Ladenflächen und deutlicher Spuren des Verfalls ein Zuhause.

Mit seinen 800 Wohnungen, 5.000 Quadratmetern Büros und riesigen Gewerbe­flächen galt das Quartier in den 1970er Jahren international als wegweisend, wurde als »Stadt in der Stadt« gepriesen. Insgesamt vier Sanie­rungsversuche unter verschiedenen Eigentümern schlugen fehl. Aber der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum sieht starkes Potential für ein lebens­wertes Quartier. Er wurde 2016 von Bewohnern, Bürgern und Experten gegründet, um den Austausch zwischen den Bewohnern, dem aktuellen Großeigentümer Intown sowie der Stadt zu verbessern. Mittlerweile nehmen auf den Gewerbeflächen im »fantastischen Möglichkeitsraum« auch immer mehr Künstler Quartier, Hannovers Kulturverwaltung hat ihr Büro für die ­Bewerbung als europäische Kulturhauptstadt dort eröffnet.

 

Er wollte es wissen: Constantin Alexander. 2014 zog er ins Ihme-Zentrum. Mit wissenschaftlichen Analysen, Interviews, einem Blog, Rundgängen und einer Dokumentation über das Viertel hat er herausgearbeitet, warum das Ihme-Zentrum einmal ein städtebaulicher Traum war und wie es durch Spekulation, Missmanagement und eine fehlgeleitete Kommunikation zur Ruine wurde – und wie eine Revitalisierung gelingen könnte.

Auf einer anderthalbstündigen Tour durch das Ihme-Zentrum gibt er tiefe Einblicke in ­Geschichte, Hintergründe und in das aktuelle Leben im Komplex.

Anmeldung unter:
rundgang[at]ihmezentrum[dot]org