Das Leuchtturmprojekt "ReCYC"


Unser Ziel: Wir wollen ein "100%-Recylinghaus bauen".

Dieses ehrgeizige Ziel wurde vom Gundlach Ökologieteam formuliert und soll auf einem 290 m² großen Grundstück des Gundlach Wohnungsunternehmens am Kronsberg umgesetzt werden.

 

Das Leuchtturmprojekt ist auch als "Forschungsprojekt" zu betrachten, um die Möglichkeiten der Nutzung von Recyclingmaterialien beim Bauen genauer auszuloten. Der Einsatz von Recyclingbaustoffen wird in einem Pilotprojekt in der Planung, der energetischen Bilanzierung und der baulichen Umsetzung untersucht und dokumentiert. Wir wollen aber nicht nur theoretisch untersuchen, sondern tatsächlich ein Einfamilienhaus in 2017 bauen, das vermietet wird.

 

Das Besondere des Projektes ist sein Pilotcharakter als gebautes Beispiel für Baustoffrecycling. Dies wäre deutschlandweit eines der ersten Recyclinghäuser, das nicht nur temporär errichtet wird. Für die Region Hannover wäre es das erste Recyclinghaus überhaupt. Es werden nicht nur Optionen der Gewinnung und Verwendung gebrauchter Bauteile aufgezeigt, sondern der Bau wird auf Grundlage dieser Erkenntnisse auch durchgeführt. Es entsteht ein Prototyp, bei dessen Planung und Realisierung transferfähige Erkenntnisse für weitere Recycling-Bauprojekte entstehen. Diese sollen dokumentiert und veröffentlich werden, um das Bauen mit gebrauchten Bauteilen in der Region Hannover zu vereinfachen und zu fördern.

 

Projektpartner

Wir haben uns kompetente Projektpartner gesucht, die Interesse haben dieses Pilotprojekt mit uns umzusetzen. Das Architekturbüro CITYFÖRSTER hat in Zusammenarbeit mit dem ÖKOTEAM Gundlach erfolgreich die Vorentwurfs- und Entwurfsarbeit abgeschlossen. Mit der Unterstützung der Tragwerks-, TGA-Planer und Bauphysiker geht das Projekt in die Phase der Ausführungsplanung über.
Partner im Projekt sind das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung als oberste Bauaufsichtsbehörde für das Verfahren der Genehmigung von recycelten Baumaterialien und das Institut für Bauforschung e.V. in seiner Zuständigkeit für die Qualitätssicherung Kronsberg und die Bauteilbörse Hannover.

 

Die Idee dahinter

Für die spätere Nutzung ist die Idee ein flexibels Einfamilienhaus für eine Wohngemeinschaft im Sinne einer „Share Community“ oder für eine kinderreiche Familie zu bauen. Das Gebäude bleibt dauerhaft im Bestand des Wohnungsunternehmens und wird vermietet. Das Raumprogramm wird aus einem ganzheitlichen Ansatz gemeinsam entwickelt. Stichworte hierzu sind Energieautarkes Wohnhaus (Solarenergienutzung, kein Anschluss an das Nahwärmenetz), Nutzgärten auf Dächern, Verzicht auf individuelle Wohnfläche zugunsten gemeinschaftlich genutzter Wohnflächen.

 

 

Das Prinzip

Das ReCYChaus am Kronsberg ist ein Haus, das aus Materialien gebaut wird, die

1.    recycelt (im Kreislauf wieder verwendet werden),
2.    recyclingfähig sind und
3.    recyclinggerecht genutzt werden.


 

"Harvesting" (dt. Ernte)

Wie können Materialien "geerntet" werden?

1. Durch eigene Bestände der Firmengruppe Gundlach

  • Wohnungsunternehmen: Materialien aus Abriss, Rückbau und Modernisierung firmeneigener Immobilien
  • Bauunternehmen: Materialüberschüsse, -rest, -fehlbestellungen aus Bauprojekten
  • Haus- und Grundstückverwaltung: Materialien aus Abriss, Rückbau und Moedernisierung der verwaltetet

 

Abb. Harvesting Map (Entwurf)

 

Abb. Share Community Konzept


Unser Anspruch: Die Materialen sollen nach Möglichkeit aus Gundlach Objekten abgebaut oder aus lokalen Quellen, mitunter Baustoffbörsen, bezogen werden.
 

Projektübersicht

Baubeginn

2017

 

 

Herausforderungen

Die Gewinnung von gebrauchten Baustoffen ist insbesondere mit der Suche nach geeigneten „Quellen“ verbunden. Gebrauchte Bauteile aus industrieller Herstellung und Vertrieb sind erst zu einem geringen Anteil zugelassen, zertifiziert und auf dem Markt verfügbar. Zumeist handelt es sich um Produkte des Materialrecyclings, die einen Recyclinganteil aufweisen (z.B. Keramikfliesen mit einem Recyclinganteil von 20-50%). Es ist Pionierarbeit, weitere geeignete und möglichst regionale Quellen zu finden. Dabei kommen nach bisherigem Erkenntnisstand in Frage: Bauteilbörsen, Bauteilnetz, Messebauunternehmen, Abbruchunternehmen, AHA Abfallwirtschaft, Baurecyclingunternehmen. Hierbei sind Fragen der Kooperation, der Verfügbarkeit und Überlassung, von Kosten etc. zu klären.

 

„Gefundene“ Materialien müssen auf ihre Eignung überprüft werden. Dazu gehört die Klärung baurechtlicher (Zulassung/Zertifizierung, Haftung/Gewährleistung), baubiologischer (Schadstoffbelastung), konstruktiver und bauphysikalischer Fragen. Hierzu ist die Einbindung qualifizierter Fachplaner (Tragwerksplanung, Technische Gebäudeausstattung, Thermische Bauphysik) und weiterer Berater aus den Bereichen Bau- und Materialforschung, Schadstoffbegutachtung und Bauteilrecycling notwendig.

 

Projektstand

Das Projekt geht derzeit von der Entwurfs- in die Ausführungsplanung über. Kurz vorher mussten noch einmal grundsätzliche Änderungen am Entwurf vorgenommen werden, weil ein größerer Teil Bauelemente gefunden werden konnte, die verwendet werden sollen. Wenn die Umplanung auf die Verwendung dieser Bauteile abgeschlossen ist, gilt es, Ausführungsdetails zu erstellen und sich um die behördliche Zulassung der Bauteile zu kümmern. Im Frühsommer soll möglichst ein baureifer Stand erreicht sein.

 


Abb. Beispiele für Baustoffrecycling

 

 

 

 

 


Sie haben Fragen zum Projekt? Bitte wenden Sie sich an:

Stubendorff 12/16

Dipl.-Ing. Corinna Stubendorff
Technische Bestandsentwicklung

Telefon: 0511.3109-334

Telefax: 0511.3109-332

stubendorff@gundlach-wohnen.de

 



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