Projekte

"Haus der evangelischen Jugend" wird zum "Haus Miteinander"

HANNOVER-LINDEN | Am Steinbruch 10-12, 30449 Hannover

Mietwohnung

in Vorbereitung

Das Haus "Miteinander"

Bis 2018 wird aus dem ehemaligen Bürogebäude der evangelischen Jugend, Am Steinbruch 10-12, das Haus "Miteinander" entstehen. Der umfassend nachhaltig geplante Umbau hat Platz für insgesamt 25 preiswerte Sozialwohnungen, 21 für ehemals Wohnungslose und 4 große Wohnungen für WGs mit jeweils 3-4 Zimmern. Studenten können hier Zimmer mit jeweils eigenem Bad und einer Gemeinschaftsküche mieten. Kooperationspartner für dieses soziale Wohnprojekt ist die Soziale Wohnraumhilfe (SWH) der Diakonie Hannover. Das rückseitige Jugendzentrum wird zunächst auch weiterhin vom Hannoverschen Stadtkirchenverband betrieben. Für eine weitere Nutzung der angeschlossenen Festhalle wird nach Möglichkeiten gesucht.

Sozial engagierte Partnerschaft

Bereits seit 1992 arbeitet Gundlach in vielfältigen Wohn-Kooperationen mit der Sozialen Wohnraumhilfe gGmbH (SWH) des Diakonischen Werks des Stadtkirchenverbandes. Das Projekt "Miteinander" setzt diese engagierte Partnerschaft fort. Mit Fertigstellung des Umbaus wird die SWH für 20 Jahre als Generalmieter und Verwalter in den drei unteren Etagen die 21 Wohnungen ehemals Wohnungslose, also Menschen, die bisher auf der Straße, in Einrichtungen oder Notunterkünften lebten, anbieten. Dabei wird die SWH eine sozialorientierte Wohnungsverwaltung, die technische Instandhaltung der Wohnungen und die bedarfsgerechte soziale Betreuung der Mieterinnen und Mieter zur Vermeidung erneuter Wohnungsverluste organisieren. Ein erfahrener Sozialarbeiter der Zentralen-Beratungsstelle des Diakonischen Werkes wird für mindestens ein Jahr direkt vor Ort sein und den neuen Mietern beim Aufbau ihres neuen Zuhauses helfen.

Nicht neu ist die im "Haus Miteinander" beabsichtigte Kombination der Zielgruppen aus Wohnungslosen und Studenten. In Wien zeigt ein ähnliches Projekt, wie diese Gemeinschaft gelingt. (www.vinzirast.at). Die bunte Belegung mit ehemals Wohnungslosen - die teils älter, teils pflegebedürftig sind - und mit jüngeren, mobilen Menschen ermöglicht eine gesunde Nachbarschaft, in der sich die "Wohngemeinschaft" gegenseitig im Alltag unterstützt und das Wohnprojekt lebendig macht.

"Alle miteinander werden das Haus mit Leben füllen. Wir danken dem Gundlach Wohnungsunternehmen für das Engagement und freuen uns, dass unsere Kirche auf die diakonische Nachnutzung des Gebäudes, das sie aus finanziellen Gründen verkaufen musste, geachtet hat." (Aus der Presseerklärung des Diakonischen Werkes zum Projekt)

Umbau mit einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept

Die Planungen des Umbaus gehen von einer weitgehenden Einbeziehung der alten Gebäudesubstanz aus, womit gleichzeitig der Ausgangspunkt für ein umfassendes, ressourcenschonendes Nachhaltgkeitskonzept gesetzt ist, das mit den städtebaulichen und architektonischen Ansprüchen im Einklang steht. Dabei soll sich Nachhaltigkeit grundsätzlich als ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Dimension über den gesamten Lebenszyklus (von der Rohstoffgewinnung über die Errichtung bis zum Rückbau) bei der Entwicklung des Gebäude- und Nutzungskonzepts erstrecken.

Das zukünftige Wohngebäude soll grundsätzlich energieeffizient sein und einen geringen Primärenergiebedarf aufweisen. Seine Nord-Süd-Ausrichtung sowie eine bereits vorhandene Photovoltaik-Anlage kommt diesem Anspruch entgegen. Der Einsatz von Baustoffen aus Recycling-Material soll Ressourcen sparen, die zur Anwendung kommenden Baustoffe sollen klimaschonend produziert sein. (z.B. Verzicht auf Styropor).

Das Gebäude erhält am Westgiebel ein neues Treppenhaus. An der Nordseite wird ein Laubengang zur Erschließung der Wohnungen montiert. Im nach Norden belichteten Kellergeschoss sind Wohnungen, Abstell- und Technikräume vorgesehen. Das Zentrum des Wohngebäudes sowie des sozialen Miteinanders bildet ein Gemeinschaftsraum mit einem angeschlossenen Büro für den Sozialarbeiter der Zentralen-Beratungsstelle des Diakonischen Werkes.

Zahlen & Fakten

Die Projektplanung und Zeitabläufe sind noch in Entwicklung. Wir werden Sie an dieser Stelle über den weiteren Fortgang informieren.

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Lage und Umgebung

Der ehemalige Arbeiterstadtteil Linden hat sich in mehreren Jahrzehnten der Stadtsanierung zum vitalen In-Stadtteil gemausert. Nirgendwo sonst in Hannover gibt es eine vergleichbare Fülle variantenreicher Gastronomie, Veranstaltungsorte, politischer Aktivisten, Künstler und baulicher Besonderheiten. Direkt gegenüber dem zusehends verfallenden Ihmezentrum ist auf dem ehemaligen Brauereigelände eine schicke Reihenhaussiedlung entstanden. Auf dem alten Hanomaggelände sind die Gebäude zu Lofts und Gewerbeflächen umgenutzt worden, auf Abbruchflächen sind Baumärkte errichtet worden. Die alte Ahrberg-Wurstfabrik bietet jetzt eine spanische Plaza, Ateliers und Büroetagen. Die ehemalige Bettfedernfabrik an der Ihme ist zum Kulturzentrum mutiert. Zum Flanieren trifft sich der Stadtteil auf der Limmerstraße oder auf dem Lindener Markt. Vom winzigen Arbeiterhaus mit Gärtchen über genossenschaftliche Häuserzeilen bis zu prächtigen Fabrikantenvillen gibt es in Linden alle Baustile und -epochen, auf dem Lindener Berg sogar den Rumpf einer Windmühle und eine echte Sternwarte.