Projekt

Herzkamp Bothfeld

Klimawandelangepasstes Bauen

A: Kindertagesstätte, 32 Eigentumswohnungen
Architekten n2m, Hannover

B-H: 102 Eigentumswohnungen und Stadthäuser  
blauraum architekten, Hamburg

I: 101 Mietwohnungen
gruppeomp architekten, Hannover

J: 80 Mietwohnungen
Alles-Wird-Gut Architektur, Wien, mit Laser Architekten, Hannover

Das Projekt

Umfang: 9,2 Hektar Bauland, 25.000m2 Wohnfläche in Reihenhäusern und Geschosswohnungsbauten zum Kauf und zur Miete, für unterschiedliche Einkommen, 20 % als geförderter Sozialwohnungsbau, barrierefreie seniorengerechte Mietwohnungen, Kita mit 4 Gruppen, 2 davon mit Inklusion

Wettbewerb: 12 Architekturbüros aus Hannover, Hamburg und Wien

Bürgerdialog:  Anregungen, Kritik und Fragen in Bürgerveranstaltungen und auf der Website  www.auf-gute-nachbarschaft.info

Wissenschaft: KlimaWohL ist ein Kooperationsprojekt von der Landeshauptstadt Hannover und der Gundlach Bau- und Immobilien GmbH & Co. KG. Das sustainify Institut für nachhaltige Forschung begleitet das Projekt wissenschaftlich. KlimaWohL ermöglicht, die Klimaanpassungsstrategie der Landeshauptstadt Hannover anhand des Pilotprojekts „Herzkamp“ in Hannover-Bothfeld systematisch zu erproben und zu einem Modell auszugestalten, das für weitere Projekte im Wohnungsneubau und in der Bestandsentwicklung dienen kann. www.klimawohL.net

Projektfortschritt: 2016 Wettbewerb, Aufstellung B-Plan, 2017 Bauvorbereitung, Errichtung Bolzplatz, Baubeginn Kita und Mietwohnungen, 2018 Baubeginn Straßen und Infrastruktur, Verkaufsstart

 

 

 

 

Das Besondere

Von 17.000 m3 bewegtem Oberboden werden 4.000 m3 zur Wiederverwendung im Quartier vor Ort als Waldschutz-Wall gelagert, die restlichen 13.000 m3 wurden möglichst ortsnah für Grünflächen eingesetzt.
Das entspricht einer Einsparung von 5.500 km Transportstrecke und 500 Lkw-Ladungen und damit: 7.600 kg CO2

Klima-Komfort-Inseln: beschatteter Quartiersplatz, Hausgärten, ­Mietergärten

Regenwassermanagement: vollständige Versickerung im Quartier, Schaffung von ­Retentionsflächen und Notüberlaufreserven für Extremniederschläge

Gebäude: abkühlungsfähige Baumaterialien, möglichst aus nachwachsenden Rohstoffen, Hitzeschutz, Gebäude­ausrichtung berücksichtigt Kaltluftschneisen und Sonneneinstrahlung

Energie: energieeffiziente Bauweise, Nutzung erneuer­barer Energien, Blockheizkraftwerk

Mobilität: 100 % Abdeckung mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge (2 bis 3 zusätzliche Trafos), Carsharing, Fahrradverleih, ÖPNV direkt am Quartier

Energie-Plus-Häuser

KfW Effizienzhaus 40: hoher Dämmstandard als Basis

Energiemix: Erdwärmenutzung, Solarthermie und Fotovoltaik optimal aufeinander abgestimmt

Positive Bilanz: die Häuser produzieren im Jahr mehr Energie, als sie für Heizung, Warmwasserbereitung und Stromversorgung benötigen