Über uns

Entwicklungsgeschichte der Firmengruppe Gundlach

Vom Handwerksbetrieb des Maurergesellen Friedrich Gundlach zum Familienunternehmen mit rund 200 Mitarbeitern:

Seit der Gründung der heutigen Firmengruppe Gundlach vor mehr als 125 Jahren hat sich viel ereignet... Anlässlich des Firmenjubiläums 2015 ist in Zusammenarbeit mit dem hannoverschen Stadthistoriker Dr. Klaus Mlynek ein Buch zur Firmen- und Familiengeschichte Gundlach entstanden. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

  • 2017

    Ausgezeichnet mit dem CSR-Preis der Deutschen Bundesregierung

    Die Firmengruppe Gundlach ist zu einem Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern gewachsen. Das bereits seit den 1970er Jahren gelebte Engagement von Gundlach im Bereich sozialer, ökologischer und kultureller Projekte wird mit dem CSR-Preis der Deutschen Bundesregierung ausgezeichnet. Die bundesweit anerkannte Auszeichnung würdigt Unternehmen für ihre vorbildhafte und verantwortungsvolle Unternehmertätigkeit.

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  • 2015

    125 Jahre Gundlach

    Das Jahr 2015 steht ganz im Zeichen des 125-jährigen Firmenjubiläums: Das Gundlach-Logo präsentiert sich mit Jubiläumsschriftzug und ein neuer Bereich auf unserer Website "125 Jahre Gundlach" liefert Ihnen alle Informationen und regelmäßige News zum Jubiläumsjahr. Vom sozialen Gemeinschaftsprojekt über die Eventreihe bis zur Firmenhistorie in Buchform - wir freuen uns, das Jahr gemeinsam mit Ihnen zu feiern!

  • 2013

    Dritter Geschäftsführer Dipl.-Wirtsch.-Ing. Bernd Dege

    Dipl.-Wirtsch.-Ing. Bernd Dege wird zum dritten Geschäftsführer des Gundlach Bauunternehmens bestellt. Das Bauunternehmen wird von Dipl.-Ing. Lorenz Hansen und Dr. Frank Eretge gemeinsam mit Bernd Dege geleitet. Die Firmengruppe Gundlach beschäftigt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

  • 2009

    Gesellschafter

    Nach dem Tod der langjährig leidenschaftlich engagierten Gesellschafterin Helga Schmidt bilden deren Töchter Christine und Katharina Schmidt gemeinsam mit Prof. Ursula Hansen, Prof. Peter Hansen und Lorenz Hansen die Gesellschaftergruppe des Familienunternehmens. Heute besteht Gundlach aus den gesellschaftsrechtlich getrennten Unternehmen Bauträger, Bauunternehmen, Haus- und Grundstücksverwaltung sowie Wohnungsunternehmen.

  • 2008

    Ruhestand Dr. Berthold

    Nach mehr als 30-jähriger Tätigkeit für Gundlach, zuletzt als Geschäftsführer des Bauunternehmens, tritt Dr. Wolf Berthold in den Ruhestand. Das Bauunternehmen wird nun ebenfalls von Lorenz Hansen und Dr. Frank Eretge geleitet. Der Generationswechsel in der Geschäftsführung ist im Hause Gundlach damit abgeschlossen. Die Firmengruppe Gundlach beschäftigt rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

  • 2007

    Neue Geschäftsführung

    Bereits ein Jahr später übernimmt Lorenz Hansen als Vorsitzender zusammen mit dem Kaufmann Dr. Frank Eretge die Geschäftsführung des Wohnungsunternehmens, des Bauträgers und der Haus- und Grundstücksverwaltung. Mit Lorenz Hansen leitet erneut ein Familienmitglied als Vorsitzender der Geschäftsführung die Geschicke dieser Bereiche des Familienunternehmens Gundlach. Dr.-Ing. Wolf Berthold leitet weiterhin als alleiniger Geschäftsführer das Bauunternehmen.

  • 2006

    Ur-ur-Enkel Lorenz Hansen

    Nach zweijähriger Leitung der Sparte Häuser und Wohnungen im Bauträger tritt der Architekt Lorenz Hansen, Ur-Ur-Enkel des Firmengründers, als stellvertretender Geschäftsführer an die Seite von Dr. Wolf Berthold.

  • 2001

    Ruhestand Prof. Hansen

    Geschäftsführer Prof. Peter Hansen geht in den Ruhestand. Bis heute ist er als Gesellschafter für Gundlach aktiv.

  • 1980

    Wohnprojekte

    In den 80er- und 90er-Jahren entwickelt Geschäftsführer Prof. Peter Hansen einige unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten besonders innovative Wohnprojekte wie die »Europahaus«-Siedlung in Langenhagen, die »Regenbogen«-Siedlung in Misburg und das »Habitat«-Projekt auf dem Kronsberg, die für Aufsehen und Anerkennung sorgen.

  • 1978

    Dr.-Ing. Wolf Berthold wird Geschäftsführer

    Der Architekt Dr.-Ing. Wolf Berthold wird Geschäftsführer zunächst des Bauträgers, schließlich, gemeinsam mit Prof. Peter Hansen, der gesamten Firmengruppe. Von der Ingenieurseite kamen durch den Geschäftsführer und Architekten Dr.-Ing. Wolf Berthold viele Impulse für die Stammfirma hinzu. Im Bauträger stärkt er die Projektentwicklung sowie die Sparte »Gewerbliche Immobilien«, im Bauunternehmen organisiert er einen modernen Bauservice für Umbauten, Modernisierung und Sanierung, der auch dem Bestand des Wohnungsunternehmens zugute kommt.

  • 1971

    Die Töchter übernehmen die Weiterentwicklung der Firmengruppe

    Nach dem unerwartet frühen Tod Friedrich Ottos im Jahr 1971 übernehmen die Töchter Prof. Ursula Hansen und Helga Schmidt gemeinsam mit dem Kaufmann Prof. Peter Hansen als Geschäftsführer, seit 1974 auch Gesellschafter, die Weiterentwicklung der Firmengruppe. Bauträgerei, selbstständige Maklertätigkeit und eine 1973 gegründete Verwaltungsgesellschaft runden das Angebot ab. Verstärkt werden das soziale, kulturelle, ökologische und kommunale Engagement. Die auftretenden Krisen der Bauwirtschaft zwingen immer wieder zum Abbau von Personal.

  • 1952

    Wiederaufbau

    Am Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg schwer zerstörten Stadt ist Gundlach unter Führung Friedrich Ottos wesentlich beteiligt. Mit zeitweilig über 1.000 gewerblichen Mitarbeitern gehört das Familienunternehmen zu den größten Handwerksbetrieben der Bundesrepublik. Als außerordentlich wichtige unternehmerische Entscheidung sollte sich die Gründung des Wohnungsunternehmens 1952 erweisen. Städtische Sozialwohnungen und Bediensteten-Wohnungsbau für Behörden wurden seit 1952 neben den kommunalen und anderen gemeinnützigen Unternehmen auch dem privatwirtschaftlichen Familienbetrieb Gundlach übertragen. Erwerb und Finanzierung von Grundstücken, deren Baureifmachung und Erschließung sowie die Planung gehörten nun zum Arbeitsspektrum. Zusätzliche Impulse brachte schließlich in den 60er Jahren der Eigentumswohnungs- und Einfamilienhausbau.

  • 1945

    Wohnlager

    Weil nach dem Krieg die Hälfte aller Wohnungen in Hannover zerstört oder beschädigt sind, errichtete Gundlach Wohnlager für ausgebombte und geflüchtete Familien am Jahnplatz. Aufgrund der großen Materialknappheit suchten Johann Gundlach und sein Schwiegersohn, Friedrich Otto, nach reparaturfähigen Ruinen.

  • 1933

    Machtübernahme der Nationalsozialisten

    Der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten stehen die beiden Firmeninhaber kritisch gegenüber. Einen Parteieintritt lehnen sie ab. Allerdings können oder wollen sie auf Rüstungsaufträge, die auch unter Einsatz von Zwangsarbeitern ausgeführt werden, nicht verzichten. 1999 beteiligt sich Gundlach deshalb an der »Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter«.

  • 1929

    Friedrich Otto

    Friedrich Otto (*1904), ebenfalls später Baumeister und Architekt, tritt als Techniker in die Firma ein. Er heiratet Johann Gundlachs Tochter Käthe und bringt mit Kreativität und unternehmerischem Wagemut viele neue Geschäftsideen ein. Ende 1935 wird aus dem »Baugeschäft Johann Gundlach« die »Joh. Gundlach KG« mit den Komplementären Johann Gundlach und Friedrich Otto sowie den beiden Töchtern Gundlachs als Kommanditistinnen. Aus dem Maurerbetrieb entwickelt sich ein schlüsselfertig bauendes Generalunternehmen im Haus-, Industrie- und Verwaltungsbau.

  • 1926

    Firmensitz

    Nach der Hyperinflation im Jahr 1923 folgten auch für das Gundlachsche Unternehmen Jahre der Stabilisierung. Im Zuge dessen kaufte Johann Gundlach im Jahr 1926 die Villa in der Wedekindstraße 14, die ab 1927 sowohl Wohnort als auch Firmensitz werden sollte. Unter der Anschrit  »Am Holzgraben 1« besteht dieser Firmensitz bis heute.

  • 1905

    Johann Gundlach

    Friedrichs einziger Sohn Johann (*1878), späterer Baumeister und Architekt, tritt in die Firma ein. Gemeinsam prägen sie Hannover mit vielen Wohn- und Geschäftsbauten. Sohn Johann fühlt sich zu Höherem berufen. Er hospitiert in den Jahren 1899 bis 1901 nahezu ununterbrochen an der Technischen Hochschule und studiert an der Baugewerkeschule Nienburg. In dieser Zeit knüpft er wichtige Freundschaften zu den späteren Architekten Eduard Jürgens und Hans Mencke. Mit Erna Redlin gründet er eine Familie. Vor seinem Eintritt in die Firma des Vaters ist er als angestellter Architekt und Bauleiter für das renommierte Architektur-Baugeschäft Hiller & Kuhlmann tätig, die ihn nur ungern gehen lassen. In diese Zeit fällt z. B. Johann Gundlachs Bauleitertätigkeit beim Kaufhaus Molling, das sich bald zu einer hannoverschen Sehenswürdigkeit entwickelte, heute jedoch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form besteht.

  • 1890

    Gründung des Handwerksbetriebs

    Der aus dem Mecklenburgischen stammende Maurergeselle Friedrich Gundlach (*1849-1915) meldet seinen kleinen Handwerksbetrieb in Hannover an und profitiert von dem hier seit den »Gründerjahren« anhaltenden Bauboom. Was sich heute als komplexe Firmengruppe darstellt, hat – wie in vielen mittelständischen Familienbetrieben Deutschlands – in einem zentralen handwerklichen Arbeitsfeld begonnen. Bei der Anmeldung seines kleinen Handwerksbetriebs benötigte der Maurergeselle Friedrich Gundlach noch nicht einmal den Meisterstatus. Erst ab 1895 wurde er in den hannoverschen Adressbüchern nicht mehr als »Maurergeselle«, sondern als »Maurermeister« geführt. Wichtig war das schnelle Wachstum der Stadt, für die er sich nach Wanderjahren und Heirat entschied, die niedersächsische Haupt- und Residenzstadt Hannover. Die so genannten »Gründerjahre« waren hektische Aufbaujahre, in denen viele Aufträge auf einen fleißigen Maurer warteten.